Der Kleine Münsterländer stammt aus Westfalen in Deutschland. Sein Ursprung geht bis ins Mittelalter wo schon sein Stammesvater in ganz Europa verteilt in der Beizjagd und als Vorstehhund Verwendung fand. Lange Zeit galt der Kleine Münsterländer als typischer Wachhund, der Bauernhöfe von Ratten, Mäusen und Füchsen frei hielt und mit dem Bauer jagte. In dieser Zeit verschwand der Kleine Münsterländer leider etwas in der Versenkung, da standesbewusste Jäger größere Jagdhunde bevorzugten und ihn herablassend als „Bettlerhund“ bezeichneten. Um 1900 setzte sich Edmund Löns sehr für den Fortbestand dieser Hund ein. Erster Zuchtbucheintrag einer Hündin von dem Züchter Heitmann war 1900. Nach dem 1. Weltkrieg begann die Zuchtauslese. Der heutige Kleine Münsterländer stammt unter anderem vom Spaniel und Deutsch-Langhaar-Hunden ab. Nach und nach entdeckenden auch die Jäger diesen Hund als begehrten Allroundjagdhund.

Rassestandard in Kürze:
Kopf: Edel, lang gestreckt, leichter Stopp, kurzer und trockener Fang, braune Nase, tiefliegende, braune Augen, hochangesetzte, enganliegende und nach unten spitz zulaufende Ohren.
Körper: Rücken kurz und kräftig, Rute mäßig lang und gerade an der Unterseite mit üppiger Fahne, Hals stark bemuskelt, gut gewölbte Rippen, Bauch etwas aufgezogen.
Läufe: hinten stark, muskulös und das Sprunggelenk gut gewinkelt, vorne befedert, Pfoten geschlossen.
Fell: dicht, glatt, mittlere Länge, enganliegend, leicht gewellt.
Farbe: weiss-braun, braunschimmel, lohfarbene Abzeichen auf Fang und über den Augen sind erlaubt.
Widerristhöhe: Rüden 52-56 cm und Hündinnen 50-54 cm

Der Kleine Münsterländer zählt als kleinster Vorstehhund in Deutschland. Er ist mittelgroß und langhaarig und Er liebt das Wasser wie Feld und Wald. Stöbert, apportiert und schwimmt mit Vorliebe. Jäger sind begeistert von seinem ausgeprägten Vorstehtrieb, Ausdauer und Raubzeugschärfe. Er ist eben ein Vollblutarbeiter. Der Kleine Münsterländer ist recht leichtführig, in der Familie sehr anhänglich, schmust gerne, ist kinderfreundlich, sehr intelligent, lernt sehr schnell und hat ein sehr gutes Gedächtnis. Er neigt nicht zum dominanten Hund da er sich gerne seinem Führer unterordnet, allerdings setzt dies eine liebevolle, ruhige, einfühlsame, und geduldige Erziehung voraus. Auf Grund seiner Hofhundvergangenheit ist der Kleine Münsterländer Fremden gegenüber etwas zurückhaltend und kein Allerweltshund. Gesundheitlich ist er sehr robust und langlebig. Die Fellpflege beschränkt sich auf einmal tägliches Bürsten, um Verfilzungen vorzubeugen. Der Kleine Münsterländer ist mit anderen Haustieren trotz seiner Jagdfiebers gut verträglich.

Man vergesse also nicht bei den vielen guten Eigenschaften die der Kleine Münsterländer hat, er ist ein absolutes Arbeitstier und muss wenn er nicht jagdlich geführt wird in jedem Fall eine sinnvolle Aufgabe haben, die seinen Ansprüchen gerecht wird. So zum Beispiel Laufen am Fahrrad, Apportier-und Suchspiele und Hundesport. Ein Bad im See oder Bach fördern ebenfalls sein Wohlbefinden. Der Kleine Münsterländer ist ein Traumhund bei ausreichender Beschäftigung, aber ebenso wird er zum Problemhund wenn er nicht seinen Ansprüchen gerecht gefordert wird und tanzt dann seinem inkonsequenten Besitzer zu gerne auf der Nase herum.